Westfalen-Blatt "FDP-Grünkohlessen"

27.11.2010

Porta: Regionalplaner rechnet mit Klage

Nachbarstädte werden Einwände prüfen lassen

 

Gütersloh (rec). Regionalplaner Bernd Wesemeyer rechnet mit der Klage einer Nachbarkommune gegen den Porta-Möbelmarkt. In einem Normenkontrollverfahren hätten die Nachbarstädte die Möglichkeit, gerichtlich prüfen zu lassen, ob ihre Einwände in dem Planungsverfahren ausreichend abgewogen worden seien. »Das wird auch so eintreten«, sagte Wesemeyer beim traditionellen Grünkohlessen der Gütersloher FDP im Hotel Appelbaum.

Höflich blieb Wesemeyer auf die Frage von Florian Schulte-Fischedick, ob die beauftragte Studie zur Autobahnabfahrt eines neuen Gewerbegebietes Gütersloh/Verl nicht herausgeworfenes Geld sei. Wesemeyer: »So würde ich das nicht formulieren, aber ich komme zum selben Schluss. Die Auskunft wäre günstiger zu bekommen.«

Keine Neuigkeiten vermochte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl zum Abzug der britischen Armee aus Ostwestfalen-Lippe beizusteuern: »Ich habe erst kürzlich mit dem Oberkommandierenden der britischen Streitkräfte in Deutschland darüber gesprochen. Auch ihm liegen keine neuen Erkenntnisse vor.« Wesemeyer riet auf Anfrage der Ersten Beigeordneter Christine Lang, an den verabschiedeten Gewerbeflächen-Planungen festzuhalten: »Wann vielleicht einmal in ferner Zukunft mal eine neue Fläche frei werden könnte, vermag heute niemand zu sagen.«