Neue Westfälische "Gewerbeflächen Unterstützung für Verwaltung"

15.09.2010

FDP sieht „fast nur Vorteile“

 

Gütersloh (raho). Das Gewerbeflächenkonzept der Stadtverwaltung findet die volle Unterstützung zumindest einer Ratsfraktion, und zwar der FDP. Das vorschlagene etwa 80 Hektar große Gewerbegebiet südlich und nördlich der Marienfelder Straße am Flughafen (siehe Grafik) biete „fast nur Standortvorteile“, heißt es in einer Stellungnahme von FDP-Fraktionschef Wolfgang Büscher.

 

So liege das Areal mehr als zwei Kilometer von den nächsten Wohnbebauungen in Pavenstädt und Blankenhagen entfernt. Die Bodenqualität der Flächen sei die schlechteste im ganzen Stadtgebiet. „Zudem sind große Teile im Besitz des verkaufsbereiten Bundes sowie verkaufsbereiter ehemaliger Landwirte, so dass eine kurzfristige Erschließung möglich ist“, erklärte Büscher.

 

Eine völlige Schließung der TWE-Bahnstrecke lehne die FDP aus diesem Grund ab. „Gerade eine Bahnanbindung stellt für ein angeschlossenes Gewerbegebiet insbesondere durch den Gütertransport einen ähnlichen Standortvorteil dar wie ein Autobahnanschluss.“ Die Solidargemeinschaft des Kreises Gütersloh sei hier finanziell und planerisch gefordert. Ein Weiterbetrieb der TWE-Strecke stellt nicht nur für Verl, Harsewinkel und Gütersloh einen Vorteil dar, sondern für den gesamten Kreis.

 

Eine Beteiligung an einem Gewerbegebiet in Halle – auf die es offenbar hinausläuft – lehne die FDP rigoros ab. „Wir benötigen Flächen in Gütersloh.“

 

Daher kommt für die Liberalen auch das von der CDU vorgeschlagene interkommunale Gewerbegebiet mit Verl nicht in Betracht. Erstens weil es komplett auf Verler Gebiet liege und zweitens eine notwendige Autobahnauffahrt in den nächsten zehn bis 15 Jahren unrealistisch sei.

 

Derweil ringt die Plattform aus CDU, Grünen und UWG noch um eine gemeinsame Linie bei dem Thema. CDU-Fraktionschef Heiner Kollmeyer sagte, er gehe da von aus, dass morgen im Planungsausschuss ein klarer Beschluss getroffen werde und eine zweite Lesung nicht erforderlich sei.

 

Allerdings soll aufgrund der hohen Bedeutung der Stadtrat das letzte Wort in Sachen Gewerbeflächenkonzept haben. Der tagt am 24. September. Offenbar hat die Plattform Mühe, an dem Termin alle Ratsmitglieder an Bord zu haben, so dass es bei der Abstimmung eng werden könnte.