Westfalen-Blatt ''Verlustausgleich Stadtwerke''

19.03.2009

»Der Verlustausgleich steht auf der Kippe«

 

Wolfgang Brinkmann

Stadtwerke BielefeldGütersloh (WB). »Mangelnde Entscheidungsfreude« moniert der Bielefelder Stadtwerke-Chef Wolfgang Brinkmann in der offenen Fraktionssitzung der Gütersloher FDP. Bis zum 31. März sollte der Beschluss darüber fallen, ob die Stadtwerke Gütersloh in eine gemeinsame Netzgesellschaft eintreten oder nicht. Daraus wird wohl wieder nichts. WB-Redakteur Stephan Rechlin fragt, warum er es so eilig hat.Wolfgang Brinkmann, Stadtwerke Bielefeld. Bauen Sie wieder einmal einen künstlichen Entscheidungsdruck auf?Wolfgang Brinkmann: Überhaupt nicht. Das Datum 31. März ist mit der Stadtspitze Güterslohs vereinbart worden. Mir ist auch offen gestanden nicht ganz klar, was es noch zu diskutieren gibt. Es sind alle Modelle, alle Varianten berechnet, alle offenen Fragen beantwortet. Es kann entschieden werden. Dann reicht es doch auch, im April darüber zu beraten...Brinkmann: Oder im Mai, oder im Juni oder nach den Ferien. Nein. Schon in diesem Jahr überweisen die Stadtwerke Gütersloh der Stadt keinen Cent Gewinnbeteiligung. Da müssen doch die Alarmanlagen nur so schrillen. Spätestens wenn der interne Verlustausgleich zwischen den Sparten nicht mehr funktioniert, weil es keine Gewinne mehr zum Ausgleichen gibt, wird es ein böses Erwachen geben. Ein Horrorszenario, das den Zusammenschluss herbei führen soll?Brinkmann: Ein realistisches Szenario, das schon heute berechnet werden kann. Personal, Wirtschaftsplan, Investitionen, kommunale Mehrheit - von mir aus kann Gütersloh alles behalten. Nur muss es sich endlich entscheiden.