Neue Westfälische "Porta-Möbelmarkt"

28.11.2009

Stadtrat macht den Weg für Porta frei. Freitagabend einstimmig entschieden

 

Gütersloh (ost). Die Stadt Gütersloh hält Porta die Türen auf. Einstimmig hat der Stadtrat gestern Abend die Ansiedlung eines Möbelmarktes auf dem Pfleiderer-Gelände begrüßt und beschlossen, unverzüglich Planungsrecht zu schaffen.

 

Porta plant die Eröffnung bereits im Sommer 2011. Rund 50 Millionen Euro will der Möbelriese in Gütersloh investieren, 250 Arbeitsplätze schaffen. „Ein Glücksfall. Als ich diese Nachricht hörte, wäre ich Ihnen am liebsten um den Hals gefallen, Frau Bürgermeisterin“, sagte selbst der sonst so kritische FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Büscher.

 

Auch Norbert Morkes (BfGT), nicht unbedingt für ausschweifendes Lob in Richtung Stadtverwaltung bekannt, sprach seine Anerkennung aus. In Porta Westfalica stehe das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, in Gütersloh werde Porta kaiserlich empfangen. Angesichts der zehn Minuten zuvor gehörten Krisenreden zum städtischen Haushalt formulierte Morkes: „Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

 

Nicht nur vorweihnachtlich milde, sondern durchweg lobend und zufrieden fielen auch die Wortmeldungen der beiden größten Ratsfraktionen und aus. Heiner Kollmeyer (CDU) sagte, Porta sei aus einer Reihe von Gründen willkommen: als jemand, der eine Angebotslücke in Gütersloh stopfe, als konjunkturbelebender Großinvestor, als Gewerbesteuerzahler und als Firma mit Renommee und einer angesehenen Inhaberfamilie. Achten müsse man nur darauf, dass die Ansiedlung innenstadtverträglich ablaufe und dass man darüber nicht das Augenmerk auf Kolbeplatz und Wellerdiek-Gelände verliere. Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) sprach davon, dass Porta „gut für die Stadtentwicklung“ sei. Eine Nutzung von Gewerbeflächen für Einzelhandel sei zwar in der Regel problematisch, in diesem Fall aber eine Ausnahme angebracht. Für die freien zwei Hektar, die Porta übrig lasse, brachte Krümpelmann erneut Mercedes ins Gespräch. „Vielleicht ist das noch aktuell. Wir sollten dem Unternehmen noch mal eine Chance bieten.“