Neue Westfälische "Zukunft des Jugendkulturring"

26.06.2009

Zukunft des Jugendkulturrings gestern Thema im Fachausschuss: „Es riecht nach Verein“

 

Gütersloh (rb). Künftig wird der Jugendkulturring (JKR) wohl als eigenständiger Verein organisiert sein. Das zeichnete sich gestern im Kulturausschuss ab. Der Streit um den JKR, der auf der Mai-Sitzung mit dem Rücktritt der Geschäftsführerin eskaliert war, ist offenbar in eine konstruktive Diskussion übergegangen.

 

Der zuständige Beigeordnete Andreas Kimpel berichtete von einem mehr als dreistündigen Gespräch, zu dem sich vorgestern Vertreter der Verwaltung und Mitglieder des Jugendkulturrates getroffen hätten. Bei der als Workshop gestalteten, von Heidelinde Fink-Knoblauch (Leiterin des Fachbereichs Soziale Hilfen) moderierten Zusammenkunft sei deutlich geworden, dass es den JKR-Aktiven vor allem um Selbständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und wenig Fremdbestimmung gehe.

 

Für Kimpel „riecht das alles einfach nach einem Vereinsmodell“. Ein solches hatte er schon vorigen Monat als eine von zwei denkbaren Organisationsformen unterbreitet. Der Jugendkulturrat sieht die Sache offensichtlich ähnlich.

 

Nun sollen dem Kulturdezernenten zufolge die Verwaltung und der Jugendkulturrat je ein Szenario erarbeiten. Beide Modelle lägen zur nächsten Sitzung am 30. September dem (dann nach der Kommunalwahl schon neu gewählten) Fachausschuss vor.

 

Vorsitzende Irene Albers (SPD), die an dem Gespräch teilgenommen hatte, zeigte sich „sehr zuversichtlich“, einen „Schritt in die richtige Richtung“ zu gehen. Es sei wichtig, dass junge Leute sich an der Gestaltung des Kulturprogramms beteiligten, sagte Albers. „Ich denke, dass es zu einem gemeinsamen Verständnis kommen kann.“

 

Der FDP-Antrag, in jeder Sitzung schriftlich einen Soll-/Ist-Vergleich zur Entwicklung von Theater und Stadthalle vorzulegen, wurde gegen die eine FDP-Stimme abgelehnt. Dezernent Kimpel sähe dadurch die Rechte der Geschäftsführung beschnitten. Das „kommt nicht in Frage“, sagte er, schon weil sich bei monatlich veröffentlichten Zahlen die Konkurrenz die Hände reibe, erkenne sie so doch die Strategie der Gütersloher. Kurzmeldungen im Sinne des „Ampelstands“ will Kaufmännischer Leiter Ralph Fritzsche aber geben. Zurzeit stehe das Signal auf Grün.