Westfalen-Blatt "Grünkohlessen der FDP-Gütersloh"

24.11.2009

Die FDP sucht ein neues Domizil. Nach den Wahlerfolgen ist bisherige Geschäftsstelle zu klein geworden

 

Gütersloh (rec). Die Gütersloher FDP sucht ein neues Domizil. Nach den Erfolgen in der Bundestags- und Kommunalwahl genügt die bisherige Geschäftsstelle an der Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr den Platzansprüchen.

 

Die Partei prüft derzeit mögliche neue Standorte an der Schul- und an der Moltkestraße. Die neue Geschäftsstelle soll vom Kreisverband gemietet und vom Bundestagsabgeordneten Heiner Kamp, dem Kreisverband und dem Gütersloher Ortsverband genutzt werden. »Sobald wir unsere neue Geschäftsstelle bezogen haben, werden wir richtig einen ausgeben. Die Bürger sollen merken, dass wir größer geworden sind«, kündigte Dr. Wolfgang Büscher, Fraktionschef im Gütersloher Rat, beim traditionellen Grünkohlessen im Gütersloher Brauhaus an.

Wer den Druck nachvollziehen möchte, unter dem die FDP-Minister in der neuen schwarz-gelben Regierung stehen, der erhielt an diesem Abend Anschauungsunterricht. Otto Fricke, Haushaltsexperte der FDP-Bundestagsfraktion und Gastredner beim Grünkohlessen, hatte erkennbare Mühe, die ersten Wochen der neuen Regierung den Gütersloher Parteifreunden als Erfolg zu verkaufen. Der Koalitionsvertrag sei viel zu schnell aufgesetzt und schlampig formuliert worden. Statt Subventionen abzubauen würden neue erfunden. Statt das Steuersystem zu vereinfachen, würden neue Ausnahmen von bestehenden Regeln beschlossen. »Wir bleiben dran«, versprach Otto Fricke und weiß fortan, dass er daran in Gütersloh gemessen wird. Ehren-Kreisvorsitzender Dr. Paul Gehring zeichnete Rolf Schniedermann für 40-jährige Zugehörigkeit aus. Hartwig Fischer ist seit 35 Jahren Mitglied der FDP in Gütersloh, Günter Knopp seit 25 Jahren.