Neue Westfälische "FDP-Grünkohlessen"

21.11.2009

Grünkohlessen der FDP mit Gast aus Berlin: „Keine leichte Arbeit in den nächsten Jahren“

 

Gütersloh (pb). „Richtig konturenscharf ist das Bild des Koalitionsvertrages noch nicht. Details aber besprechen wir später, weil wir einen Partner haben, dem wir vertrauen.“

 

Otto Fricke, Haushaltsexperte und parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, ging beim traditionellen Grünkohlessen der Liberalen im Brauhaus auf Medien-Kritik am Bündnis mit der CDU ein. Sein Blick in die Zukunft: „Das wird keine einfache Arbeit in den nächsten Jahren.“

 

Zuvor hatte Dr. Gerd Sonntag für den FDP-Ortsverein die Gäste willkommen geheißen, unter ihnen den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Rat der Kreisstadt, Thomas Ostermann. Im Rat habe die FDP, so Sonntag, eine gute Mischung aus jung und alt vorzuweisen.

 

Ehren-Kreisvorsitzender Dr. Paul Gehring ehrte langjährige Mitglieder. 40 Jahre gehört Rolf Schniedermann der Partei an. Jürgen Ostkämper und Hartwig Fischer bringen es auf je 35 Jahre, und Günter Knopp ist seit 25 Jahren Mitglied der FDP.

 

Einen Rückblick auf die Wahlen, in denen die FDP-Bundestagsfraktion auf 93 Mitglieder angewachsen ist, gab Parlaments-Neuling Heiner Kamp aus Versmold. Er freute sich über einen Stimmenzuwachs von 4,8 Prozent im Kreis und gab einen Einblick in seine ersten Arbeitswochen in Berlin.

 

„Die liberale Handschrift der neuen Bundesregierung“, hieß das Vortrags-Thema von Otto Fricke. Kernfrage für die FDP sei: Werden wir ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuer-System bekommen? Das habe die Bundeskanzlerin bereits bejaht. Fricke plädierte für Verzicht auf Ausgaben und forderte Vorschläge zum Einsparen. Er sprach sich gegen Subventionen für Opel (genau wie bei der Steinkohle) aus: „Wenn wir hier jeden Arbeitsplatz mit Millionen subventionieren, haben wir weniger Geld, neue zu schaffen.“ Mit Blick auf das Thema Gesundheit sagte er: „Wir müssen beim Gesundheitssystem weg vom Klassendenken.“