Neue Westfälische "Busse raus aus der Fußgängerzone"

11.12.2009

Rückkehr der Busse ausgeschlossen Plattform für „klare Kante“ / Details erst später

 

Gütersloh (raho). Die Fußgängerzone hat den letzten Bus wohl bereits gesehen. Und zwar vor zwei Wochen, bevor der Weihnachtsmarkt eröffnet und die Linien verbannt wurden. Nach kontroverser Diskussion hat der Planungsausschuss gestern beschlossen, dass die Busse nach dem Abbau des Marktes nach den Feiertagen erst gar nicht wieder den Berliner Platz ansteuern, sondern weiter einen Bogen um die Fußgängerzone machen.

 

Der hinsichtlich des Zeitablaufs überraschend präzisierte Antrag der Plattform-Fraktionen von CDU, Grünen und UWG fand auch die volle Unterstützung der FDP. Kritik übten hingegen sowohl die SPD als auch die BfGT und die Linke. Sie bemängelten hauptsächlich das Tempo, mit dem neue Fakten geschaffen werden. Es sei nicht in Ordnung, in dieser Sache einen Beschluss zu treffen, ohne vorher die Bürger beteiligt zu haben, so Thomas Krümpelmann (SPD).

 

Doch die Plattform ließ sich nicht erweichen. „Wir wollen klare Kante zeigen und das entschieden wissen“, beharrte Raphael Tigges (CDU), wenngleich Norbert Morkes (BfGT) an den einstimmigen Beschluss des Ausschusses im Oktober erinnerte. Danach sollte erst nach einem Workshop und Gesprächen in Arbeitsgruppen mit allen Beteiligten über die Neuausrichtung des Busverkehrs entschieden werden. Und daran solle auch festgehalten werden.

 

Manfred Reese, Fraktionsvorsitzender der Linken, die im Herbst mit einer Eingabe an de Rat für neuen Schwung in der alten Debatte sorgte, sah das ähnlich. Die Plattform mache es sich zu einfach. „Auch Gehbehinderte, Alte und Schüler haben das Recht, die Innenstadt zu erreichen.“ Wie das künftig gehen solle, dazu werde in dem Antrag keine Antwort gegeben. Die Linke forderte als Ersatz für den bisherigen Linienverkehr mit großen Fahrzeugen erneut einen kleinen Shuttlebus, der durch die City pendelt.

 

Die SPD äußerte Zweifel an der Vorgabe der Plattform, die Kirchstraße nicht mit weiterem Busverkehr zu belasten. „Wie soll das denn gehen?“ monierte Thomas Krümpelmann.

 

Tigges und auch Norbert Bohlmann (UWG) versicherten, die geplanten Arbeitskreise würden mit dem Beschluss keineswegs außer Kraft gesetzt. Laut Verwaltung ist der geplante Workshop für Februar angedacht.