Westfalen-Blatt "Einkaufszentrum"

16.05.2008

Die Stadt will zweiten Gutachter für Neue Einkaufsgalerie

 

Gütersloh (rec). Eine Arbeitsgemeinschaft aus zwei Gutachtern soll die Verträglichkeit eines neuen Einkaufszentrums auf dem Wellerdiek-Areal prüfen. Die vom Investor favorisierte GfK Geomarketing soll von Junker & Kruse (Dortmund) unterstützt werden.

 

Von der Kooperation versprechen sich die AG Innenstadt und Siegfried Kornfeld (Grüne) eine größere Neutralität. Größe, Sortimente, Verkehrsanbindung - in den zu prüfenden Aspekten stimmte der Planungsausschuss überein. Unterschiedliche Einstellungen zum Projekt schimmerten nur zwischen den Zeilen hervor. Gerhard Piepenbrock (CDU) wies auf die großen Chancen für ein Stadtquartier hin, das schon lange auf eine Entwicklung warte. Er warnte aber auch vor »Verwerfungen durch einen ruinösen Wettbewerb.« Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) erinnerte an das Jammern des Einzelhandels beim Bau des Media-Marktes: »Damals hieß es doch auch: ÝWir gehen alle kaputtÜ«. Lebensmittel, Sport- und Elektronikprodukte - allÕ diese Sortimente stellen für Krümpelmann eine Bereicherung des innerstädtischen Angebotes dar. Bezogen auf diese Sortimente fragte Norbert Morkes (BfGT) dagegen, wo denn die Frequenzbringer blieben, die bei der Bebauung des Rathausplatzes noch so vehement gefordert worden seien. Die Größe des neuen Marktes dürfe 10 000 Quadratmeter plus x nicht überschreiten: »Ich denke da aber an ein kleines x.« Für Dr. Wolfgang Büscher (FDP) gehören die bisher vorgelegten Baupläne »in die Tonne«. Von einer Gütersloher Galerie erwarte er ein »Alleinstellungsmerkmal«. Es dürfe nicht ein weiteres »Gewächshaus« wie die Center in Oelde, Bad Oeynhausen oder Hamm werden. Auch Norbert Bohlmann (UWG) legte hohen Wert auf eine architektonisch hochwertige Lösung.