Neue Westfälische "Baukosten Theater"

01.08.2008

Enttäuscht vom Theater-Verein FDP kritisiert mangelnde Spenden-Akquise

 

Gütersloh. Die Gütersloher FDP hat Kritik am Theaterförderverein geübt. Die Aussage, der Verein sehe sich außerstande, die geplanten zwei Millionen Euro zur Theaterfinanzierung akquirieren zu können, sei eine „Bankrotterklärung“, sagte der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Büscher gestern.

 

Im NW-Interview hatte der Vorsitzende des Theaterfördervereins, Eckhard Heitlage, eingeräumt, das Spendenziel von zwei Mio. Euro zu verfehlen. Die Summe sei von Anfang an unrealistisch gewesen. Gleichwohl hatte die Stadt diesen Betrag bei der Finanzierung veranschlagt. Verantwortliche der Stadt, darunter Kulturdezernent Andreas Kimpel, kündigten für heute eine Presseerklärung an.

 

Laut Büscher sei den Fachleuten von Anfang an klar gewesen, dass das Theater nicht für 21 Millionen Euro zu errichten sei. Deshalb habe die FDP im Rat gegen den Finanzierungsplan gestimmt. Eine Wette von Büscher, dass der Bau ohne Umfeld und Parkhaus mindestens 25 statt 21 Millionen Euro kosten werde, habe Bürgermeisterin Unger mit dem Argument abgelehnt, der Ratssaal sei kein Wettbüro. „Die wahren Gründe liegen auf der Hand. Auch sie weiß heute, dass sie eine solche Wette nicht gewinnen kann“, so Büscher gestern.

 

In Bielefeld habe der Förderverein zur Unterstützung des Theaterumbaus in der Planungsphase schwach begonnen und erst richtig Geld akquiriert, als mit dem Umbau sichtbar begonnen wurde. „Bei uns in Gütersloh scheint das anders laufen zu sollen. Die Gütersloher hätten erwartet, dass die bislang eher zögerlichen Anstrengungen des Theaterförderverein jetzt massiv losgehen würden.“