Westfalen-Blatt "Radweg In der Worth"

14.03.2008

Mehr Sicherheit, aber kein Radweg

In der Worth: die Raser drosseln

 

Gütersloh-Spexard (rec). Beim Beschluss für einen Radweg in der Straße »In der Worth« bleibt es. Nur bauen will ihn niemand.

 

Der Planungsausschuss verständigte sich gestern Abend auf einen von der CDU vorgeschlagenen Kompromiss. Danach soll der Verkehr auf dieser Straße durch weitere Maßnahmen gedrosselt, die Durchschnittsgeschwindigkeiten durch regelmäßige Messungen ermittelt werden. In zwei Jahren will der Ausschuss erneut beraten, spätestens aber bevor die ersten Firmen im Gewerbegebiet am Lupinenweg bauen. SPD und BfGT hätten vor einer Abstimmung lieber erst das Votum einer Bürgerversammlung abgewartet. Als Gerhard Piepenbrock (CDU) auf dem neuen Antrag bestand, stimmten die beiden Fraktionen auch zu, weil das Bürgervotum in die Beratungen einfließen kann.

Weil die Straße in Spitzenzeiten von höchstens 150 Fahrzeugen pro Stunde befahren wird, hatte Stadtbaurat Josef E. Löhr den Verzicht auf den Radweg empfohlen. So weit mochte Piepenbrock nicht gehen. Doch allein wegen der engen Autobahnbrücke, auf der ein Radweg wieder zurück auf die Fahrbahn geführt werden müsste, hielten ihn und Siegfried Kornfeld (Grüne) davon ab, dem Bau zuzustimmen. Der Ausschuss teilte die Sorgen der Anlieger vor Rasern auf der Tempo-30-Strecke: »Für manche Leute ist das tatsächlich eine Rennstrecke«, stellte Dr. Wolfgang Büscher (FDP) fest. Er schlug ferner vor, mit den neuen Sicherheitsmaßnahmen die Determeyer-Siedlung hinter der Autobahn besser an den Stadtteil anzugliedern. Norbert Morkes (BfGT) wünschte eine Aufstellung über die bisherigen Unfälle.