Neue Westfälische "Radweg In der Worth"

18.10.2008

Chancen für Radweg steigen

Ausschuss kommt Bürgerinitiative entgegen

 

Gütersloh (raho). Die Bürgerinitiative für den Bau eines Radwegs an der Straße In der Worth hat jetzt Rückendeckung aus der Kommunalpolitik bekommen. Der Planungsausschuss entschied jetzt, den vor vier Jahren getroffenen Beschluss zum Bau nicht komplett aufzuheben, sondern nur auszusetzen. Und zwar bis zum Ende der Haushaltsberatungen im Frühjahr.

 

Bereits in den kommenden sechs bis acht Wochen soll die Verwaltung außerdem erneut prüfen, ob nicht doch als Sofortmaßnahme die Einrichtung einer Fahrradstraße in Frage kommt. Zwar hatte sie die Voraussetzungen dafür bisher nicht gesehen, aber auf Druck der CDU wurde die Anregung der Grünen am Donnerstag noch einmal aufgegriffen. „Eine Fahrradstraße räumt den Radlern Vorrang vor den anderen Verkehrsteilnehmern ein. Damit hätten wir in der Frage der Sicherheit schon einmal einiges gewonnen“, erläuterte CDU-Sprecher Gerhard Piepenbrock.

 

Sollte die Verwaltung jedoch auch weiterhin keine Möglichkeit für eine Fahrradstraße sehen, sollten mindestens weitere Einbauten wie Berliner Kissen und Verengungen vorgenommen werden. Die SPD schlug zudem vor, die besonders kritische Situation auf der Autobahnbrücke mit Hilfe einer Baustellenampel zu entschärfen.

 

Der Tenor in der Debatte war jedenfalls einhellig: „Es muss ganz schnell etwas passieren.“

 

UWG und Liberale waren einer Meinung: „Da gehört ein Radweg hin.“ Eigentlich hätte der ja auch schon längst gebaut sein müssen. Dass der Beschluss aus dem Jahr 2004 bis heute nicht umgesetzt worden sei, bezeichnete FDP-Sprecher Wolfgang Büscher als „peinlich“.

 

Bisher scheiterte der Radweg in Spexard aufgrund der angespannten Haushaltssituation. 2.500 Unterschriften von Bürgern, die den Bau seit Monaten erneut vehement fordern, änderten daran zunächst nichts. Jetzt entsteht neue Bewegung.