Neue Westfälische "Heiner Kamp erneut Bundestagskandidat"

25.08.2008

FDP will drittstärkste Kraft werden

 

Kreis Gütersloh (rb). Heiner Kamp wird auch 2009 als Kandidat der FDP im Wahlkreis 132 in den Bundestagswahlkampf ziehen. Auf einem außerordentlichen Kreisparteitag in Rheda-Wiedenbrück wurde der stellvertretende Kreisvorsitzende bei acht Gegenstimmen von 29 Mitgliedern gewählt. Kurzfristig hatte sich auch Innenminister Ingo Wolf den Parteifreunden als Gast angesagt.

 

Wolf hatte den Landesverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren auf der Landesgartenschau in Rietberg besucht, bevor er den Teilnehmern des Parteitages im VHS-Haus eine schon auf die kommenden Wahlkämpfe zielende Ansprache hielt. „Liberale sind grundoptimistisch“, bekundete der Rheinländer. Die Partei sei stimmungsmäßig „auf einem ganz anderen Trip“ als früher. Es gelte, Freiheit und Wettbewerb als Chance zu verstehen, aber auch die soziale Balance zu halten.

 

 

Kreisvorsitzender Michael Böwingloh, seit einem halben Jahr im Amt, erinnerte an seine Ansage, die FDP zur drittstärksten Kraft im Kreis zu machen. Auf diesem Weg sei die Zahl von seither 20 neuen Mitgliedern (immerhin ein Plus von acht Prozent) eine „mehr als erfreuliche Entwicklung“.

 

 

Heiner Kamp, der auch schon 2004 für die Freidemokraten in den Bundestagskandidat gewesen ist, sah für seine Partei allgemein gute Umfrageergebnisse, an die man anknüpfen müsse. „Die Leistungsgerechtigkeit hat sich aus Deutschland verabschiedet“, meinte der 44-jährige Unternehmensberater und Versmolder Stadtrat. Es gehe um die „Stärkung der Mitte“. Entsprechend laute der Wahlkampf-Slogan „Macht die Mitte stark“.

 

Als weiterer Gast des Parteitags skizzierte Stephen Paul, Mitglied des Herforder Kreistages und Fraktionsvorsitzender der FDP in der Landschaftsversammlung, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dessen Aufgaben zumal im Kreisgebiet. Paul stellte die LWL-Klinik in Gütersloh und deren geplantes Zentrum für Altersmedizin vor. Der LWL sei „vor allem ein großer Sozialverband“, wies Paul auf die Mitfinanzierung stationärer und ambulanter Betreuung behinderter Menschen sowie von Werkstattplätzen und Kindertagesstätten durch den LWL hin. Zur Krise der Westdeutschen Landesbank (WestLB), an der unter anderem auch der LWL und die Sparkassenverbände finanziell tragen, sagte Paul: „Das wird uns treffen.“