Neue Westfälische "Investitionen Gymnasium"

04.06.2008

Sporthalle bleibt Nachzügler

Am Gymnasium werden 12 Millionen Euro investiert

 

Gütersloh (raho). Der Schulausschuss hat gestern Abend eine Entscheidung von großer Tragweite getroffen – sowohl in schulpolitischer und pädagogischer als auch in finanzieller Hinsicht. 11,7 Millionen Euro werden demnach bis 2012 am Städtischen Gymnasium investiert. Rund 3,5 Millionen Euro davon fließen in den Bau der neuen Innenstadtsporthalle.

 

Für den Ausbau der Schule von fünf auf sechs Züge inklusive Ganztagsbetrieb sind knapp acht Millionen Euro vorgesehen. Die Arbeiten beginnen im Mai kommenden Jahres. Im ersten Bauabschnitt, der bis Juli 2010 abgeschlossen sein soll, entstehen zwölf zusätzliche Klassenräume in einem Anbau des vorhandenen Trakts an der Schulstraße sowie einem daran angedockten neuen Gebäudeflügel.

 

Zeitgleich ist der Bau eines naturwissenschaftlichen Traktes mit Aufenthaltsräumen unmittelbar hinter der neuen Sporthalle vorgesehen. Dort wird allerdings zunächst ein Ausweichquartier für die wegfallenden Räume nach dem weitgehenden Abriss des sogenannten Rolandbaus eingerichtet. Wie Stadtbaurat Josef E. Löhr berichtete, könnten Teile des ansonsten maroden Rolandbaus aber noch bis 2015 weitergenutzt werden.

 

Im zweiten Bauabschnitt (August 2010 bis Juli 2011)ist der Neubau der Mensa neben der Sporthalle geplant. In dem dreigeschossigen Gebäude, das seitlich an die Sporthalle angedockt wird, sollen auch weitere Klassen- und Mehrzweckräume untergebracht werden.

 

Hoffnungen, die neue Innenstadt-Sporthalle könne nun doch zeitgleich mit den anderen Vorhaben errichtet werden, haben sich jedoch nicht erfüllt. Sie wird erst nach dem dritten Bauabschnitt im August 2012 in Betrieb gehen – damit aber immerhin noch ein Dreivierteljahr eher als bislang geplant.

 

Noch keine Einigung gibt es hinsichtlich der Tribünen-Größe. Auf Antrag der CDU wurde die Zahl der Plätze auf maximal 199 begrenzt, da ab 200 Plätzen gesetzliche Bestimmungen gelten, die kostspielige Ansprüche stellen. Freilich soll sich auch der Sportausschuss noch einmal mit dieser Frage befassen.

 

Die beiden großen Fraktionen lobten den Verwaltungsvorschlag ausdrücklich. Thomas Ostermann (SPD) sprach von einer „sehr flexiblen, überzeugenden Lösung“.

 

Tadel verteilten hingegen die Grünen: Bernd Nickella sah in dem Konzept „Flickschusterei“. Es sei wegen weiter wachsender Übergangsquoten von der Grundschule zum Gymnasium nicht zukunftssicher. Für die FDP wiederholte Volker Ebeling daher die Forderung nach einem dritten Gymnasium.

 

CDU-Sprecher Thomas Foerster hielt es für erforderlich, mit der Zustimmung zum Ausbau ein wichtiges Signal an die Schule und die Eltern zu geben. „Was die Umsetzung angeht, müssen wir nun sofort in die Socken kommen.“