Westfalen-Blatt "ÖPP-Städt. Gymnasium"

20.12.2008

Stadt erstellt erste Bauabschnitte in Eigenregie

Städtisches Gymnasium: ÖPP-Modell kommt nur für Innenstadtsporthalle in Betracht

 

Gütersloh (mdel). Am Städtischen Gymnasium können die Bagger anrollen. Der Rat votierte am Freitagabend einstimmig dafür, dass die Stadt die Bauabschnitte 1b (neuer naturwissenschaftlicher Trakt und Teilabriss »Rolandbau«) und 2 (neue Verpflegungs-, Aufenthalts- und Unterrichtsräume) in Eigenregie erstellen soll. Vom untersuchten Modell einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) haben sich die Politiker damit allerdings noch nicht verabschiedet. 

Weil die neue Innenstadtsporthalle (dritter Bauabschnitt) erst im August 2012 fertiggestellt sein soll, soll die Stadtverwaltung die Realisierung durch einen Generalunternehmer oder im Rahmen eines ÖPP-Modells prüfen. Für die Bauabschnitte 1b und 2 erschien den Politikern diese Variante nicht möglich. »Eine Verzögerung ist nicht diskutabel. Wir haben der Schule und der Schulpflegschaft die Fertigstellung bis Juli 2010 bzw. Juli 2011 versprochen, und diese Termine werden wir einhalten«, meinte CDU-Ratsherr Dr. Thomas Foerster. 

Laut Machbarkeitsstudie würde das ÖPP-Projekt im Verhältnis zur Eigenrealisierung einen Effizienzvorteil von 8,1 Prozent bringen. »Wir sprechen hier schlechtenfalls von einem Vorteil in Höhe von 1,5 Millionen Euro und bestenfalls von 5,2 Millionen Euro«, merkte FDP-Ratsherr Hartwig Fischer kritisch an. Diese Zahlen wiederum wollte Ralph Brinkhaus nicht unkommentiert stehen lassen. »Durch das Aufstellen von Containern und anderen Maßnahmen entstehen auch Kosten«, so der Christdemokrat.