Westfalen-Blatt "Grünkohlessen"

28.11.2008

Grünkohl mit Pinkwart. Stellvertretender Ministerpräsident besucht FDP

 

Gütersloh (rec). Der stellvertretende Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens kommt nicht jeden Tag zum Grünkohl. Mehr als 60 FDP-Mitglieder aus dem Kreis-Gütersloh waren darum am Mittwochabend ins Gütersloher Brauhaus gekommen, um Prof. Dr. Andreas Pinkwart einmal näher kennen zu lernen.

Pinkwart ermutigte seine Parteifreunde, die Köpfe in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht hängen zu lassen. »Jetzt ist die Zeit, Chancen zu suchen. In der Wirtschaft und in der Politik«, meinte Pinkwart. Solch eine Chance ist seiner Ansicht nach Bildung. Das Beispiel Sachsen zeige, wie sich kontinuierliche Investitionen in Bildung auszahlten. Die nötigen Mittel dafür seien durch den Abbau von Behörden, durch Entbürokratisierung und Verwaltungs-Modernisierung zu gewinnen. So benötige das Land dringend gut ausgebildete Naturwissenschaftler und Techniker.

Das in Nordrhein-Westfalen erstmals seit Jahren wieder erzielte Wirtschafts-Wachstum rechnete Pinkwart zukunftsfähigen Unternehmen an und Arbeitnehmern, die Lohnzurückhaltung übten. Bei aller Euphorie für die soziale Marktwirtschaft forderte auch Pinkwart bessere Regeln und Aufsichtsstrukturen für den Finanzmarkt. Das derzeitige Gerangel um die Kraftfahrzeug- und Erbschaftssteuer bremst seiner Ansicht nach jedoch Investitionen aus.