Westfalen-Blatt "Gewerbegebiete"

16.12.2008

»Gütersloh-Verl hat vorerst keine Chance«

FDP-Ortsverbände suchen Gewerbegebiete

 

Gütersloh/Verl (WB/rec). Die FDP-Ortsverbände Gütersloh und Verl geben dem interkommunalen Gewerbegebiet Gütersloh-Verl keine Chance. Statt dessen fordern sie die CDU-Mehrheiten in den jeweiligen Räten auf, alternative Möglichkeiten zu prüfen, neue Gewerbeflächen auszuweisen.

Chancenlos ist das interkommunale Gewerbegebiet nach Ansicht von Dr. Wolfgang Büscher (Gütersloh, Foto) und Peter-Georg Manuth (Verl) vor allem aus zwei Gründen. Zum einen hätten die Besitzer der davon betroffenen Flächen klipp und klar geäußert, nicht zu verkaufen. Sie wehrten sich sogar vehement gegen die Ausweisung von Gewerbeflächen auf ihren hochwertigen, landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zum zweiten sei der dafür erforderliche Autobahnanschluss nicht vor einer Frist von zehn bis 15 Jahren zu realisieren.

Der Bedarf an zusammenhängenden Gewerbeflächen sei in beiden Gemeinden jedoch außerordentlich hoch. In Verl ist ein interkommunales Gebiet nach Überzeugung der FDP zusammen mit Rietberg an der Varenseller Straße und dem Westfalenweg viel unkomplizierter zu entwickeln. 

In Gütersloh sei dies möglich entlang der Marienfelder Straße und zusammen mit Harsewinkel. Hier gebe es erstens eine große Verkaufsbereitschaft der Anlieger, und zweitens ist die Bodengüte um ein Vielfaches schlechter als in dem angedachten Gebiet mit Verl.

Ein Verzicht auf das interkommunale Gewerbegebiet Gütersloh-Verl würde auch Friedrichsdorf entlasten. Die Bürger dort fürchteten die zusätzliche Verkehrsbelastung, da sie schon durch die geplante Autobahnabfahrt Buschkampstraße stark belastet seien.