Westfalen-Blatt "Ortsumgehung Friedrichsdorf"

17.12.2008

Ortsumgehung: FDP fordert rasche Lösung

Gespräch mit Friedrichsdorfern

 

Gütersloh (WB). Seit Jahren kämpfen die Friedrichsdorfer für eine Ortsumgehung. Sie sammelten mehr als 1700 Unterschriften und übergaben sie der Bürgermeisterin in der Hoffnung, dass endlich Bewegung in die Angelegenheit kommt. Aber eine kurzfristige Entscheidung scheint seitens der Politik nicht in Sicht zu sein.

 

Jetzt trafen sich Burkhard Hensdiek, Josef Außendorf und Rudolf Schöngarth von der der Initiative »Pro Umgehungsstraße Friedrichsdorf« zu einem Meinungsaustausch mit Vertretern der FDP-Fraktion, um ihren Forderungen noch einmal Nachdruck zu verleihen.

Sie wiesen in dem Gespräch auf die weiterhin steigenden Verkehrsbelastungen hin und belegten mit Zählungen, dass das Verkehrsaufkommen unter anderem auch durch die Sperrung der Ortsdurchfahrt Isselhorst für den Schwerlastverkehr weiter gestiegen sei. Darüber hinaus äußerten sie die Befürchtung, dass durch das geplante interkommunale Gewerbegebiet zwischen Gütersloh und Verl noch mehr Verkehr auf die Bürger von Friedrichsdorf zukommen wird.

Die FDP, die sich noch in den frühen 1980er Jahren gegen eine Verkehrsumgehung ausgesprochen hatte, will sich aufgrund des enormen Verkehrsaufkommens, welches auch durch die Autobahnabfahrt »Buschkamp« weiter ansteigen wird, für eine zügige Realisierung der Verkehrsumgebung einsetzen. Fraktionschef Dr. Wolfgang Büscher mahnt Lösungsvorschläge der Verwaltung an und fordert eine kurzfristige Entscheidung der Politik. Ähnlich dem Beispiel Harsewinkel kann sich die FDP bei der Verkehrsumgehung Friedrichsdorf aufgrund fehlender finanzieller Mittel auch für ein PPP-Modell (Privat Public Partnership) erwärmen.

Vereinbart wurden zwischen der FDP und der Initiative gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren