Westfalen-Blatt "Hartwig Fischer ist jetzt Rentner"

29.02.2008

FDP-Ratsherr feierte seinen 65.

 

Von Wolfgang Wotke

Gütersloh (WB). »Es gibt keine neuen Richtungen, es gibt nur eine: von Mensch zu Mensch«, sagt Hartwig Fischer. Keine Frage, der FDP-Ratsherr, der am Sonntag 65 Jahre alt wurde, hat in Gütersloh Spuren hinterlassen. Seit heute ist er auch offiziell aus den Diensten der Sparkasse ausgeschieden.

 

»Jetzt bin ich Rentner. Und das ist auch gut so«, lacht Fischer, der immerhin fast 40 Jahre lang Marketing-Leiter der Sparkasse Gütersloh war und mit seinen inzwischen schneeweißen Haaren aussieht wie ein Filmschauspieler. Vor zwei Jahren wurde er aus gesundheitlichen Gründen inoffiziell verabschiedet. »Doch heute ist ein Tag, an dem ich noch einmal zurückblicke. Das ist doch menschlich, oder?« Er wisse nicht mehr, wie vielen Menschen er in Gütersloh begegnet sei. Es mögen wohl Tausende gewesen sein, mit denen er näher ins Gespräch kam. »Doch am Ende«, so Fischer, »sei er froh, dass eine Handvoll Freunde übrig geblieben sind.« Menschen und Ereignisse haben sein bisheriges Leben geprägt. »Das gilt für meinen Beruf und für die Politik«, meint der gebürtige Gütersloher, der insgesamt sieben der legendären »City-Treffs« in den 80er Jahren fast im Alleingang auf die Beine gestellt hat. »Da war wenigstens mal etwas los in dieser Stadt«, erinnert er sich. Nun will Hartwig Fischer ein bisschen kürzer treten und vielleicht noch eine Nordlandtour starten. 

Für die Stadt Gütersloh wünscht er sich in Zukunft gesunde Finanzen. Ob seine große Vision, die Berliner Straße zu überdachen, irgendwann Wahrheit wird, weiß er nicht. »Mal sehen«, schmunzelt er.