Westfalen-Blatt "Gewerbegebiet Lupinenweg"

10.02.2007

Gewerbeareal ohne Chance

Lupinenweg: ein Plan, aber keine Verkäufer

 

Gütersloh (rec). Der Lupinenweg ist wieder drin. In einem neuen Vorschlag zum Flächennutzungsplan 2020 schlägt die Stadt dem Planungsausschuss vor, dass umstrittene Areal in Spexard doch wieder als Gewerbefläche auszuweisen. Dafür sei auf die von der CDU vorgeschlagenen Ersatzflächen an der B 61/Postdamm und am Stadtring Kattenstroth zu verzichten.

Die Gewerbefläche am Lupinenweg soll etwa acht Hektar umfassen und durch eine »naturnahe Grünanlage« von Freilandschaft und der Siedlung Determeyer abgeschirmt werden. Mit der Aufnahme dieses Areals in die Planung kommt die Stadt der Firma Ehlert entgegen, die ihren Betrieb am Standort Lupinenweg erweitern möchte. Dagegen hatte die CDU-Ratsfraktion auf Druck des starken Ortsvereins Spexard lange Zeit Gewerbe auf diesem Areal abgelehnt.

Trotz der nun absehbaren Zustimmung der CDU bleibt FDP-Ratsherr Dr. Wolfgang Büscher bei seiner im Januar geäußerten Kritik an der Gewerbegebiets-Politik der schwarz-grünen Plattform. Zum einen weil der Versuch, die Inhaber der Flächen am Lupinenweg zu einem Verkauf zu bewegen, bislang gescheitert sei. Zum anderen komme Gütersloh auch mit diesen acht zusätzlichen Hektar nicht annähernd auf jene hundert Hektar Gewerbefläche, die der Stadt von der Bezirksregierung zugestanden würden: »Die Ausweisung eines Gewerbegebietes am Lupinenweg ist inzwischen reine Augenwischerei.«

Nicht so vehement aber ähnlich sieht es offenbar die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld. In ihrer Stellungnahme zum neuen Plan heißt es: »Da am Lupinenweg nicht die gesamten 22 Hektar der Fläche an der B 61 verortet werden können, wird eine behutsame Arrondierung des Standortes Trendelheide angeregt, um dort ansässigen Betrieben Erweiterungsmöglichkeiten einzuräumen.« Weitere Flächen seien über die Zusammenarbeit mit Verl zu erschließen.