Westfalen-Blatt "FDP hält am dritten Gymnasium fest"

06.12.2007

Büscher: Verweis auf Geldmangel ist eine »Bankrotterklärung«

 

Gütersloh (WB). FDP-Ratsherr Dr. Wolfgang Büscher kündigt an, dass die FDP weiter für ein drittes Gymnasium kämpfen werde. In einer Mitteilung schreibt Büscher, Lehrer am Städtischen Gymnasium, dass die FDP nur einen Teil der am Dienstag im Schulausschuss vorgetragenen Argumente der CDU - wir berichteten am Mittwoch -mittrage, »den Erhalt der Hauptschulen zum Beispiel und den dringend nötigen Ausbau der völlig überfüllten Gymnasien auch.« Hingegen kritisiere die FDP, »dass man alles andere so laufen lässt«.

Büscher glaubt nicht, dass zukünftig mehr Eltern ihre Kinder mit gymnasialer Empfehlung auf die Gesamtschule oder aufs Berufskolleg schicken werden. Das Argument, man habe kein Geld für ein drittes Gymnasium, hält Büscher für eine »Bankrotterklärung«. »Wofür haben wir nicht alles Geld, für einen teuren Umbau des Rathauses, für die Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes, für eine Erweiterung der Feuerwehrhäuser und auch für ein Theater, für das wir auch von der FDP bereit waren, 20 Millionen auszugeben, das aber wohl eher 30 Millionen kosten wird«, so Büscher.

»Schicken wir doch auch noch unsere Gymnasialkinder nach Verl, die Gewerbetreibenden wandern ja eh schon lange nach dorthin ab«, heißt es am Schluss der Mitteilung.