Neue Westfälische "Verler Vorgehen bei Ausgleichsflächen kritisiert"

07.12.2007

„Schlechter Stil“

 

Gütersloh (raho). Dass die Gemeinde Verl ihren Bedarf an Ausgleichsflächen teilweise auf Gütersloher Stadtgebiet deckt, ist im Planungsausschuss gestern mit Verwunderung registriert worden. FDP-Ratsherr Wolfgang Büscher nannte das Vorgehen der Nachbarn gar „schlechten Stil“, insbesondere vor dem Hintergrund der möglichen Zusammenarbeit bei einem interkommunalen Gewerbegebiet.

 

Wie berichtet („Verler Land in Gütersloh“, NW vom 15. November), hat die Gemeinde zwei Areale mit insgesamt mehr als fünf Hektar landwirtschaftliche Fläche erworben, die sie zum Ausgleich für den gerodeten Wald im künftigen Gewerbegebiet Berensweg an der Autobahn aufforsten will. Nach Auskunft des Grundstückseigentümers sind die Areale vorher der Stadt Gütersloh zum Kauf angeboten worden, die allerdings kein Interesse gezeigt habe. Stadtbaurat Josef E. Löhr begründete dies gestern damit, dass die Gebiete nicht den Anforderungen der Stadt an Ausgleichsflächen entsprochen hätten. Der Ausschuss will sich nun in einer der nächsten Sitzungen die Kriterien näher erläutern lassen. UWG-Sprecher Norbert Bohlmann zeigte sich unterdessen „ganz unzufrieden“ mit dem Vorgang, zumal die Stadt arge Probleme habe, ihren Bedarf an Ausgleichsflächen zu decken.