Westfalen-Blatt "IHK wirbt für neues interkommunales Gewerbegebiet"

21.06.2006

»A2 Anschluss ist möglich«

 

Gütersloh (rec). Ein neuer Autobahnanschluss auf der Autobahn A 2 ist möglich. In einer Pressemitteilung hebt die Industrie- und Handelskammer (IHK) mit dieser Einschätzung die immensen Vorteile eines interkommunalen Gewerbegebietes zwischen Gütersloh und Verl hervor.

 

»Die geäußerten Zweifel am Erfolgsrezept interkommunaler Gewerbegebiete sind unberechtigt«, stellt IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden fest. Alle in Ostwestfalen bestehenden interkommunalen Gewerbegebiete seien erfolgreich, Abstimmungs- und Akzeptanzschwierigkeiten aus der Anfangszeit seien überwunden worden. »Wir würden uns freuen, wenn eine ähnliche Zusammenarbeit von Gütersloh und Verl zustande kommt, denn einen besseren Standort als direkt an der A 2 kann es nicht geben«, sagt von der Heiden.

Gleichzeitig fordert die IHK die Politik auf, an den geplanten Gewerbegebieten am Lupinenweg und auf der Trendelheide festzuhalten: »Sie bedeuten kurz- bis mittelfristige Entwicklungsmöglichkeiten für heimische Unternehmen. Das interkommunale Gebiet wäre langfristig angelegt.« Der Verzicht auf diese Flächen sei ein falsches Signal und schade den Gütersloher Unternehmen. Die von der CDU vorgeschlagenen Alternativen seien ebenfalls nur schwer realisierbar.

Für einen Erhalt der Flächen am Lupinenweg und auf der Trendelheide treten auch die FDP und die SPD in separaten Anträgen an den Planungsausschuss (Freitag, 23. Juni, 17 Uhr, Ratssaal) ein. Die Bezirksregierung gestehe der Stadt künftig hundert Hektar Gewerbefläche im Gebiets-Entwicklungsplan (GEP) zu. »Es darf nicht sein, dass Gütersloh die einzige Stadt in OWL ist, die diesem Ansatz auch nicht ansatzweise nahe kommt«, stellt FDP-Ratsherr Dr. Wolfgang Büscher fest. Ferner schließt sich die FDP der Empfehlung der Bezirksregierung an, nördlich der Marienfelder Straße (am Flughafen) Gewerbeflächen auszuweisen.