Westfalen-Blatt "Trendelheide-Anwohner bitten Politiker zum Gespräch"

10.09.2005

»Grünen Gürtel« erhalten

 

Gütersloh (top). »Wir wurden schon 1988 umgesiedelt, um einem Gewerbegebiet Platz zu machen. Nicht noch einmal!«, protestiert Familie Heitland aus der Trendelheide. Zusammen mit ihren Nachbarn lud sie deshalb am Donnerstagabend Politiker aller Fraktionen auf ihren Hof ein, um sich gegen das Vorhaben zu wehren, die Trendelheide als neues Gewerbegebiet auszuweisen. »Vor 17 Jahren wurde uns versichert, dass die Trendelheide als Ýgrüner GürtelÜ für die Stadt Gütersloh erhalten bleibt. Heute müssen wir durch die Presse erfahren, dass hier ein neues Gewerbegebiet entstehen soll«, machten die Bewohner ihrem Unmut Luft.

Die Politiker der sechs im Rat vertretenen Parteien versuchten das Vorhaben zu erklären, zeigten aber auch großes Verständnis für die Situation der Bewohner. »Wir müssen versuchen, zusammen sachliche Argumente zu sammeln, um Sie im Rat zu vertreten«, hieß es auf Seiten der Politiker.

Die fünf Höfe in der Trendelheide waren bereits 1988 von einer Gewerbegebietsausweisung betroffen und mussten Ländereien abgeben. Die Familie Heitland wurde sogar umgesiedelt. »Es dauert 10 bis 15 Jahre, sich wieder einen neuen Hof aufzubauen«, erklärt Friedhelm Heitland. Diesen enormen finanziellen und körperlichen Kraftaufwand wollen die Heitlands keinesfalls noch einmal tragen.

»Mich haben Sie sensibler gemacht«, gab nicht nur Dr. Wolfgang Büscher von der FDP nach den Diskussionen um den Flächennutzungsplan zu. Nun hoffen alle, eine annehmbare Lösung für alle Beteiligten zu finden.