Neue Westfälische "Ortsparteitag der Gütersloher Liberalen"

08.07.2005

FDP bereitet sich auf die Bundestagswahl vor

 

Gütersloh. Die Bundes- und Kommunalpolitik standen im Mittelpunkt eines Parteitages der FDP Gütersloh im Brauhaus. Vorsitzender Christian Weeke freute sich über die gute Resonanz der Mitglieder auf seine Einladung und begrüßte mit Heiner Kamp den FDP-Bundestagskandidaten für die eventuellen Wahlen zum Bundestag im September.

Kamp, Unternehmensberater aus Versmold, skizzierte kurz seinen politischen Werdegang und formulierte die Ziele seiner Partei in einer möglichen Koalition mit der CDU nach den vorgesehenen Bundestagswahlen. Seine Schwerpunkte sieht er dabei in der Wirtschaftspolitik mit Deregulierung und Entbürokratisierung von unnötigen und überflüssigen Verwaltungsvorschriften und Gesetzen sowie im Abbau von Subventionen nach dem Gießkannenprinzip. Mit seinen Forderungen traf er bei der Gütersloher FDP auf offene Ohren. Sie sicherte ihm für den bevorstehenden Wahlkampf die volle Unterstützung zu.

Hartwig Fischer, Fraktionschef der Liberalen im Gütersloher Rathaus, nannte in seinem Statement die städtischen Probleme, die dringend der Entscheidung bedürften, aber aufgrund fehlenden Mutes der großen Ratsfraktionen nicht offensiv angegangen würden. Dazu gehörten die Finanzen der Stadt mit einem Haushaltsdefizit zwischen – je nach Sichtweise – 3 und 6 Millionen Euro, das Theater um das Theater, bei dem die CDU auch nach mehr als drei Jahren noch immer Beratungsbedarf sehe, die von aktuellen Ereignissen überrollte unklare Krankenhaussituation, aber auch mit den finanziellen Risiken, der „Affentanz“ um die Öffnung der Blessenstätte und die Auseinandersetzungen um den Flächennutzungsplan, bei der sich immer mehr Kritiker zu Wort meldeten.