Die Glocke "Marketing und Krankenhaus"

17.09.2005

Ratssitzung Beratungsbüro führt jetzt Marketing GmbH

Von REGINA BOJAK

 

Gütersloh (gl). Die Marketing GmbH und das Städtische Klinikum haben gestern im Mittelpunkt der Ratssitzung gestanden. Dabei geriet besonders die SPD unter Beschuss, die den Antrag gestellt hatte, der Rat möge beschließen, die Stadtmarketing GmbH durch eine Koordinierungsstelle der Stadt Gütersloh zu ersetzen.Die Marketing GmbH habe die Stadt nicht wirklich nach vorn gebracht, eine Marke Gütersloh sei nicht etabliert worden, begründete Ingrid Tiedtke-Strandt (SPD) den Änderungsantrag. In der Dalkestadt gebe es gewachsene Strukturen, die besser geeignet seien, die Stadt durch Veranstaltungen zu präsentieren, als die Marketing GmbH. So sollten Aufgaben und Ziele des Stadtmarketings durch eine Koordinierungsstelle in der Verwaltung übernommen werden. Dort sollten die Aktivitäten des Fachbereichs Öffentlichkeitsarbeit, der Werbetreibenden Vereine und weiterer Akteure gebündelt werden, um die Marke Gütersloh weiterzuentwickeln. Sowohl Hans-Peter Rosenthal (Grüne), Norbert Morkes (BfGT), als auch Rudolf Bolte (CDU) warfen Tiedtke-Strandt vor, die SPD halte sich nicht an einen Mehrheitsbeschluss. Es sei jetzt sinnvoller, konstruktiv an einem Stadtmarketing außerhalb der Verwaltung mitzuarbeiten, als es zu boykottieren. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, ein im Stadtmarketing erfahrenes externes Beratungsbüro übergangsweise mit der Geschäftsführung der GmbH zu betrauen. Dieser Vorschlag wurde mit 14 Gegenstimmen der SPD angenommen. Dr. Wolfgang Büscher (FDP) hatte nach den Kosten der Übernahme des Evangelischen Krankenhauses Rheda durch das Städtische Klinikum Gütersloh gefragt. Im Krankenhausausschuss habe er bisher keine zufrieden stellenden Antworten erhalten. Beigeordneter Dr. Klaus Wigginghaus erklärte, die Wibera habe für ihre Beratungen im Vorfeld 2004 125 000 Euro erhalten, 82 949 Euro seien davon auf das Städtische Klinikum entfallen. 2005 seien es 34 000 Euro gewesen. Die Kosten seien aus dem Etat des Städtischen Klinikum beglichen worden. Für juristische Vertragsangelegenheiten müssten rund 23 000 Euro gezahlt werden, die ebenfalls aus dem Etat des Städtischen Klinikums kämen. Die Evakuierung des Evangelischen Krankenhauses Rheda am 30. Juni sei vom Träger der Einrichtung angeordnet worden. Die Kosten für die Transporte der Kranken seien aus dem Etat des Krankenhauses Rheda beglichen worden.