Neue Westfälische "Klinik-Fusion kann kommen"

23.04.2005

Rat stimmt für den Zusammenschluss des Städtischen Klinikums mit dem Krankenhaus in Rheda

 

Gütersloh (ram). Ein zweijähriger Prozess ging gestern Abend zu Ende. Mit 40 Ja-Stimmen aus den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und UWG votierte der Rat für die Fusion des Städtischen Klinikums mit dem Evangelischen Krankenhaus in Rheda. Lediglich die FDP votierte mit Nein, die BfGT enthielt sich der Stimme.

 

In der Ratsdebatte wiederholten sich noch einmal die Argumente der rund zweijährigen Debatte. Für die SPD machte Ingrid Tiedtke-Strandt deutlich: "Die Fusion bringt den Menschen in Gütersloh und Rheda deutliche Vorteile."

 

Monika Paskarbies (CDU) betonte: "Wir sehen zwar Risiken, da wir nicht wissen, wie sich die Patientenzahlen entwickeln werden und wie die Politik in den nächsten Jahren entscheidet, aber der Weg ist der richtige." Auch für Hans-Peter Rosenthal (Grüne) bleibt ein Rest an Unsicherheit, "aber wir stimmen zu, weil wir so auch 50 Arbeitsplätze in Rheda erhalten und die ortsnahe Versorgung der Bürger garantieren können". Kritik übte er an der fehlenden Transparenz des Fusionsprozesses und forderte Zielvereinbarungen ein, wohin sich das fusionierte Haus bis 2010 entwickeln sollte.

 

Norbert Morkes (BfGT) sprach sich gegen die Fusion aus, stimmte aber mit Enthaltung, während Wolfgang Büscher (FDP) in der Fusion eine "Mogelpackung" sah, die den Bürgern Rhedas vorgaukele "langfristig bestehen zu können". Ein Verbund mit dem St.-Elisabeth-Hospital wäre die bessere Lösung gewesen. Büscher votierte gegen die Fusion.