Westfalen-Blatt ''Kreisverkehr Blessenstätte''

08.03.2005

Blessenstätte: BfGT und FDP wollen politische Lösung

 

Gütersloh (rec). Die BfGT hat eine ausreichend hohe Zahl von Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Öffnung der Blessenstätte beisammen. Wieviele Unterschriften es genau sind, vermochte Fraktionssprecher Norbert Morkes der Presse nicht zu sagen: »Die Unterschriften sind noch nicht alle ausgezählt. Doch schon jetzt steht fest, dass wir mehr als die erforderliche Zahl haben.«

Die genaue Zahl ist Morkes inzwischen nicht mehr so wichtig wie noch vor einigen Wochen. Lieber möchte er das Problem nun im Rat lösen und die gut 70 000 Euro hohen Kosten eines Bürgerbegehrens sparen. Dem pflichtet auch die FDP bei, die in einem gemeinsamen Antrag mit der BfGT fordert, die Blessenstätte probeweise in alle Richtungen zu öffnen und den Verkehr dort vorläufig durch einen »provisorischen Kreisverkehr« zu regulieren. Der Wortlaut des Antrages ist beinahe identisch mit einer Wahlkampfaussage der CDU. Doch die und deren Partner »Die Grünen« möchten den Verkehr an der Blessenstätte zunächst durch ein Gutachten prüfen lassen, bevor sie die bestehenden Regelungen ändern.

Die Rückzahlung von Landeszuschüssen droht Dr. Wolfgang Büscher (FDP) zufolge nur, wenn definitiv neue Verkehrsregeln erlassen werden: »Eine Testphase ist davon nicht betroffen.« Für eine Testphase spreche darüber hinaus deren Ergebnis-Offenheit: »Es könnte ja sein, dass die vorgeschlagene Lösung die Verkehrsprobleme möglicherweise verschlimmert.« Im Namen des Einzelhandels dankte Verbandssprecher Rainer Schorcht den Fraktionen, die desolate Verkehrsführung an der Blessenstätte endlich aufzugreifen: »Die gegenwärtige Regelung ist innenstadtfeindlich.«