Westfalen-Blatt "Streit um Blessenstätte"

18.03.2005

Gütersloh (mdel). Die sofortige Öffnung der Blessenstätte - von BfGT und FDP mit Vehemenz gefordert - wird es vorerst nicht geben. Vielmehr beauftragte der Planungsausschuss gestern Abend die Stadtverwaltung damit, ein Konzept für eine alternative Verkehrsführung zu erstellen.

Die Grundlage des Beschlusses war ein gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen. Beide Parteien fordern zwar eine Änderung der »unbefriedigenden Verkehrsregelung«, wollen gleichzeitig aber sicherstellen, dass sich die Verkehrsbelastung für die Kirchstraße nicht wesentlich erhöht. »Der Ost-West-Durchgangsverkehr soll ausgeschlossen bleiben«, erklärte Gerhard Piepenbrock (CDU). Zudem solle vermieden werden, dass Landeszuschüsse zurückgezahlt werden müssen. Ob sich dieser »Wunschzettel« verwirklichen lässt, muss jetzt die Stadtverwaltung klären - möglicherweise auch mit externer Hilfe. Einig waren sich die Fraktionen, dass das Konzept zeitnah vorgelegt werden soll - bis zur Sommerpause.

Keine Mehrheit hatte zuvor der gemeinsame Antrag von BfGT und FDP gefunden. Sie hatten gefordert, die Kreuzung Blessenstätte für den Verkehr in alle Richtungen freizugeben und die Verkehrsführung mit einem provisorischen Kreisverkehr zu regeln. Für den Schwerlastverkehr sollte die Kreuzung gesperrt werden. Da sich eine Abstimmungsniederlage abzeichnete, wollte die FDP den Antrag zurückziehen. Norbert Morkes bestand allerdings auf die Abstimmung - und unterlag.