Neue Westfälische "Zwei Vorschläge zur Blessenstätte"

21.02.2005

Die Rückkehr des Kreisels

 

Gütersloh (ai). Die Verkehrsregelung an der Blessenstätte wird so nicht bleiben. Dazu bedarf es keines Bürgerbegehrens mehr. Denn sowohl CDU und Grüne als auch FDP und BfGT machen mit jeweils unterschiedlichen Anträgen Druck für eine Änderung.

 

"Eins ist klar, so kann es nicht bleiben", sagt Hans-Peter Rosenthal, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen. Das Ziel, die Kirchstraße zu beruhigen, sei mit der Sperrung zwar erreicht. Doch wenn tagtäglich zu beobachten sei, dass die Autofahrer durch komplizierte Wendemanöver die Verkehrsregelung konterkarierten, müsse über eine neue Lösung nachgedacht werden.

 

Eine Patentrezept hat auch Rosenthal nicht. Ein Kreisverkehr, vor Jahren ausgiebig diskutiert und dann verworfen, käme wohl nicht infrage. Doch man könne sich vorstellen, dass die Verkehrsströme so gelenkt würden, dass der Durchgangsverkehr von der Herzebrocker Straße zur Kirchstraße unterbunden oder zumindest deutlich eingedämmt werde.

 

Rosenthal äußerte im NW-Gespräch die Hoffnung, dass die damals für den Umbau der Kreuzung und der Kirchstraße gewährten Landesfördermittel in Höhe von einer Million Mark nicht zurückgezahlt werden müssten. Je länger der Umbau zurückliege, desto geringer sei die Höhe der Rückforderung, sagte er.

 

CDU und Grüne fordern die Verwaltung in ihrem Antrag zur Sitzung des Planungsausschusses am 17. März auf, zusammen mit einem Expertenbüro ein Lösungspaket vorzubereiten. 

 

BfGT und FDP haben dagegen sehr konkrete Vorstellungen für die Blessenstätte. Sie beantragen, die Kreuzung in alle Richtungen zu öffnen und einen Kreisverkehr einzurichten. Der Kreuzungsbereich soll für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. Das Tempolimit in der Kirchstraße, aber auch Pflasterung und Rückbau sollen beibehalten werden.

 

Werde der Antrag angenommen, könnten die Kosten für einen Bürgerentscheid gespart werden.