PM Keine weiteren Zuschüsse an Weberei

Die Weberei ist für die Jungen Liberalen ein unverzichtbarer Baustein des Gütersloher Kulturlebens. Gerade für junge Menschen und Familien bietet die Weberei ein vielfältiges Angebot für einen kleinen Geldbeutel. Deshalb sehen die Jungen Liberalen mit Sorge auf die sich entwickelnde Debatte um die Zuschusserhöhung. Wir fordern die Gütersloher Fraktionen im Stadtrat auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, das Angebot für die Jugendlichen am Standort der Weberei zu erhalten. Im Zuge der Debatte muss von PariSozial offen gelegt werden, warum der vor zwei Jahren als ausreichend bezeichnete Zuschuss nicht mehr die Aufrechterhaltung des Betriebes deckt. Dazu erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende Alexander Pfaffenrot: "Die Einführung des allgemeinverbindlichen Tarifvertrages im Gaststätten- und Hotelgewerbe zum 04. September 2013 in NRW kann das entstandene Defizit nur teilweise erklären. Desweiteren müssen Kostensteigerungen in der Gastronomie über Preissteigerungen oder Einsparungen in der Gastronomie abgefangen werden und dürfen nicht als Begründung für eine Zuschusserhöhung herangezogen werden." Hier liegt der Spielball beim Träger der Weberei. 

Auf Seiten der Politik sollte fair mit der Weberei umgegangen werden. Bereits in der Septembersitzung des Kulturausschusses wurde deutlich, dass bei Einnahmen von 240.000 € und Ausgaben von 312.000 € im Kulturbereich ein Defizit zu erwarten ist. Eine Vorverurteilung ist nicht hilfreich. Wenn in der Vergangenheit von Seiten der Beteiligten Fehler gemacht wurden, sollten nicht die Bürgerinnen und Bürger darunter leiden müssen. Die Politik sollte vielmehr anerkennen, dass die Weberei mit einem vergleichsweise sehr kleinen Etat ebenso viele Kunden erreicht, wie Stadthalle oder Theater. Auf der anderen Seite darf es ein weiter so, nicht geben. Die Stadt würde sich unglaubwürdig machen. "Viele Vereine, die jetzt über Geldnot klagen, würden sich fragen, warum bei ihnen gespart wird. Die Politik darf hier keinen Präzedenzfall schaffen," erklärt Pfaffenrot weiter, der selbst in Gütersloh wohnt. Die bisherige Fördervereinbarung zwischen Verwaltung und PariSozial konnte den jetzt eingetretenen Fall nicht verhindern. Deshalb fordern die Jungen Liberalen für die Zukunft die Einführung einer mittelfristigen Finanzplanung. Desweiteren muss festgelegt sein, dass im Falle einer erneuten Überschreitung der Zuschüsse die Träger und nicht die Stadt die Mehrkosten übernehmen. 

Falls das nicht mit PariSozial machbar ist, fordern die Jungen Liberalen Herrn Kimpel als Kulturdezernenten auf, einen anderen Betreiber für die Weberei zu finden. Die zum Jahresende auslaufende Fördervereinbarung bietet dafür einen schmalen Verhandlungskorridor. Eine Rückführung der Weberei in die Stadt darf dabei nicht angestrebt werden. Die Jungen Liberalen sind zuversichtlich, dass die Weberei auch in Zukunft ein wichtiger Baustein des Gütersloher Kulturlebens bleibt.